Darstellung bisheriger Lehrerfahrung

 

 

 

Bislang habe ich an 7 verschiedenen Universitäten 80 Lehrveranstaltungen abgehalten: 6 Vorlesungen (davon eine in englischer Sprache), 34 Proseminare (davon eins in englischer Sprache), 8 Seminare, 29 Hauptseminare, zwei Kolloquien zur Diskussion neuerer Forschungen aus Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie und Philosophie des Geistes sowie ein vierstündiges englischsprachiges Forschungsseminar zur Philosophie der Psychologie.

 

Die 6 Vorlesungen behandeln unterschiedliche Gebiete aus dem Bereich der theoretischen Philosophie: im WS 1999/2000 eine vierstündige Vorlesung und Übung "Einführung in die Logik und Argumentationstheorie" an der Universität Bayreuth, im SoSe 2000 eine zweistündige Vorlesung "Erkenntnistheoretische Debatten der Neuzeit und der Gegenwart" an der Universität Bayreuth, im WS 2000/01 eine Einführungsvorlesung "Grundprobleme der Wissenschaftsphilosophie" an der Humboldt-Universität zu Berlin, im WS 2001/02 eine Vorlesung zur "Einführung in die Ästhetik und Kunstphilosophie" an der Freien Universität Berlin, im SoSe 2002 eine Vorlesung "Was sind wissenschaftliche Erklärungen?" an der Ruhr-Universität Bochum und im SoSe 2004 eine englischsprachige Vorlesung "Philosophy of Mind" an der Universität Osnabrück. - Alle meine Vorlesungen sind so konzipiert, dass ausreichend Raum für Fragen und Diskussionen zur Verfügung steht.

 

Meine bisher durchgeführten Proseminare lassen sich grob in drei Kategorien unterteilen: 1. Einführungen in philosophische Grunsdisziplinen, insbesondere Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie, Philosophie des Geistes und Wissenschaftstheorie, doch auch Metaphysik, Ethik und Handlungstheorie; 2. Angebote von für das Grundstudium geeigneten Schwerpunktthemen wie etwa angewandte Ethik, Philosophie der Emotion, Willensfreiheit etc.; 3. Interpretations- und Argumentationskurse anhand klassischer Autoren und Texte wie z.B. Aristoteles, Berkeley, Hume, Mill, Moore, Russell, Wittgenstein und Quine. Studentische Referate sind mit einer Tischvorlage (handout) verbunden; die Präsentationen werden sowohl in inhaltlicher wie formaler Hinsicht ausführlich besprochen. Zusätzlich gebe ich in allen Veranstaltungen Fragen zum Text sowie schriftliche Rekonstruktionen des Diskussionsverlaufs der jeweils letzten Sitzung heraus. Zur Erstellung von Hausarbeiten biete ich jeweils eine verbindliche kurze Vorbesprechung und eine ausführliche Nachbesprechung an.

 

Meine Hauptseminare stehen häufig, jedoch nicht immer, in engem Zusammenhang mit meinen aktuellen Forschungsinteressen an den Schnittstelllen von Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie, Sprachphilosophie und Philosophie des Geistes. Gleichzeitig versuche ich dabei stets, systematische und historische Gesichtspunkte in ein fruchtbares Gleichgewicht zu bringen wie etwa in Veranstaltungen zu den Themen "Traditionelle und aktuelle erkenntnistheoretische Probleme und Positionen, zum " Naturalismus und Pragmatismus in der Erkenntnistheorie", zu "Varianten kontextualistischer Erkenntnistheorien", zum "Mythos vom Gegebenen","Zum Verhältnis von pyrrhonischer Skepsis und gegenwärtiger Erkenntnistheorie", zu "Soziale Erkenntnistheorie", zu "Werte in den Wissenschaften" oder zu "Wahrheit, Wissenschaft und Demokratie".

 

Themen wie "Selbsttäuschung", "Selbsterkenntnis", "Philosophische Psychopathologie", "Mindreading" und "Phänomenales Bewusstsein" sind einige weitere Beispiele für meine  Veranstaltungen im Hauptstudium an den soeben erwähnten Schnittstellen wichtiger Teildisziplinen der theoretischen Philosophie. In meinen Hauptseminaren werden darüberhinaus auch spezielle Fragen der Wissenschaftstheorie, Metaphilosophie und Philosophie der Kunst behandelt.

 

Neben der Vermittlung und Erarbeitung spezifischer philosophischer Fragen und Themen, die natürlich im Mittelpunkt von Hauptseminaren stehen, ist mir in diesen Veranstaltungen wichtig, dass die Studierenden ihre bislang erworbenen Fähigkeiten klarer Analyse und umsichtiger Argumentation trainieren und ausbauen und insbesondere darauf achten, sich möglichst transparent und wechselseitig auf ihre Beiträge zu beziehen und diese gewissenhaft unter die Lupe zu nehmen. Eine gut vorbereitete und aktive Seminarteilnahme ist dazu unerlässlich.

 

Das Philosophiestudium setzt sich aus dem Lesen, Diskutieren und Schreiben von philosophischen Texten zusammen. Eine solche Auskunft klingt trivial; der Erwerb dieser Fähigkeiten ist jedoch alles andere als trivial. Es handelt sich um Fertigkeiten, die gelernt, geschult und verbessert werden können. Dies wird in der Regel sowohl allein im intensiven Selbststudium wie auch in einer geeigneten Arbeitsgruppe und ncht zuletzt unter Anleitung und durch Kritik eines Lehrenden geschehen. Zentral ist der Kompetenzerwerb zum Verfassen eigener stichhaltiger Texte in Form von Seminararbeiten, die in meinen Sprechstunden detailliert besprochen werden. Die im Philosophiestudium erworbenen Kompetenzen kleinteiliger Analyse, reflektierter Argumentation und klarer sprachliche Darstellung sind beinahe universell einsetzbar.

 

 

(Stand: Februar 2017)